01.09.2008 08:58 Alter: 13 yrs

Manfred Langhorst im Gespräch: "Der größte Erfolg der Saison"

Von: (NW)

Seit neun Jahren ist Manfred Langhorst Vorsitzender des TV Espelkamp. Ungefähr seit dieser Zeit zeigt die Entwicklungskurve des Vereins steil nach oben. Der 57-jährige Vereinslenker war auch in Berlin vor Ort, um den Espelkamper Supersenioren den Rücken zu stärken. Mit ihm sprach NW-Mitarbeiter Hans-Günther Meyer.

Ist der TV Espelkamp nach den großen Erfolgen dieser Saison zu den Deutschen Tennishochburgen wie zum Beispiel BW Halle zu zählen?

MANFRED LANGHORST: Sicherlich sind wir mit den großen Vereinen wie Halle nicht zu vergleichen. Wir sind nach wie vor ein familliärer Club, was sich auch in den Mitgliederzahlen widerspiegelt. Wir pendeln um die 300 Mitglieder, der Gastgeber RW Berlin hat beispielsweise 1.000 Mitglieder mehr.

Welches ist für Sie der größte Erfolg dieser Saison?

LANGHORST: Wenn man bedenkt, dass unsere Männer 65 mit drei anderen Teams um die Deutsche Meisterschaft spielt, muss man das als den größten Erfolg werten. Natürlich ist auch der Aufstieg der 1. Herren in die 1. Bundesliga ein Riesenerfolg.

Die Teilnahme an der Deutschen Endrunde hat einen ganz besonderen Stellenwert?

LANGHORST: Na, klar. Um die Deutsche Meisterschaft spielt man sicherlich nicht jedes Jahr. Allerdings hoffen wir natürlich auf eine Wiederholung der Qualifikation für die Deutsche Endrunde. Bemerkenswert ist ja, dass die Mannschaft erst im vergangenen Jahr in die Regionalliga aufgestiegen ist und gleich im ersten Jahr Westdeutscher Meister wurde.

Der TV Espelkamp hat noch jede Menge anderer sportlicher Attraktionen zu bieten. Wird die Serie der Weltranglistenturniere 2009 fortgesetzt?

LANGHORST: Drei Jahre haben wir jetzt offene Westfälische Meisterschaften durchgeführt. Wir sind auch durchaus gewillt, dieses Event weiter auszurichten und noch auszubauen. Allerdings müssen wir noch Gespräche mit dem Präsidenten des Westfälischen Tennisverbandes Robert Hampe führen. Nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga gibt es mit dem bisherigen Termin ein zeitliches Problem. Um das Weltranglistenturnier weiter durchführen zu können, brauchen wir einen anderen Termin, was bei dem engen Zeitplan sicher nicht einfach wird.

Im Jugendbereich hat der TV Espelkamp bereits viele Spieler aus der Region gewonnen. Hoffen Sie darauf, aus der Jugendförderung Spieler für die Bundesligamannschaft gewinnen zu können?

LANGHORST: Natürlich hoffen wir, dass im von Tobias Löhbrink geleiteten Merkur-Team Spieler heranwachsen, die später einmal in unserer Bundesligamannschaft als Eigengewächse eingesetzt werden können. Allerdings sind die Jugendlichen, die auf hohem Niveau spielen, noch sehr jung. Deswegen wird es sicherlich noch einige Jahre dauern, bis sich dieser Traum verwirklichen lässt. Positiv ist jedenfalls, dass wir mit der Westfalenligamannschaft auch ein Sprungbrett für die Bundesliga bieten können.

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