14.07.2008 10:00 Alter: 12 yrs

(NW) 5. Dielinger Open: Stauder wieder mit glattem Durchmarsch

Von: Neue Westfälische

TENNIS: Titel-Hattrick mit Sieg bei den 5. Dielingen Open perfekt gemacht

Stemwede-Dielingen (mer). Die Dielingen Open entwickeln sich langsam zur Franz-Stauder-Show. Bei der fünften Auflage des Turniers konnte der Espelkamper zum dritten Mal in Folge den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Erwartungsgemäß hatte der an Nummer eins gesetzte Espelkamper einen glatten Durchmarsch hingelegt. Die Damenkonkurrenz entschied Maren Sundermeier (TC Rödinghausen) für sich.

Turnierleiter Uli Sasse konnte man am Sonntag deutlich entspannt über die Anlage wandeln sehen. „Nach dem starken Regen am Donnerstag hatte ich große Bedenken, ob wir das Turnier überhaupt zu Ende bringen können. In der Halle auf nur zwei Plätzen wäre das nicht gegangen. Aber am Freitag und Samstag hat das Wetter ja einigermaßen mitgespielt“, zeigte sich Uli Sasse erleichtert. Kleinere Regenschauer sorgten zwar für einige Unterbrechungen, konnten den Turnierplan aber nicht wirklich durcheinander bringen.

Auch sonst war Sasse mit dem Turnierverlauf und der Qualität des Teilnehmerfeldes überaus zufrieden. „Wir haben uns in OWL einen Namen gemacht und sind mittlerweile eine feste Größe im Kalender der Vorbereitungsturniere“, sagte der Turnierleiter nicht ohne Stolz.

Ein beeindruckendes Turnier spielte Benedikt Eger vom TC Blau-Weiß Halle. Schluss war für ihn erst im Finale, wo er dem gut aufgelegten Franz Stauder nach drei harten Matches nichts mehr entgegenzusetzen hatte und glatt mit 1:6, 1:6 verlor.

Zuvor hatte Eger im Achtelfinale Alexander Dresing (Bielefelder TTC) in drei Sätzen niedergekämpft. Die vier-Stunden-Schlacht gewann Eger denkbar knapp mit 6:4, 6:7, 7:6. Am Nachmittag wartete mit dem an Nummer zwei gesetzten Gunnar Hildebrand der nächste Brocken auf den Rotschopf aus Halle. Der furios in das Turnier gestarteten Hildebrand vom TV Espelkamp kämpfte verbissen, musste sich aber nach gut zweieinhalb Stunden ebenfalls in drei Sätzen (6:4, 4:6, 3:6) geschlagen geben.

Am Sonntag Vormittag wartete die nächste spannende Partie auf die Zuschauer. Im zweiten Halbfinale traf Benedikt Eger auf den Espelkamper Wanja Claus. Dieses Mal machte es Eger etwas kürzer und gewann in zwei Sätzen (6:4, 6:3). Danach aber war die Luft raus. Im Finale reichte es nur noch für zwei Spielgewinne.

Auch der zweite Haller Spieler Nico Schinke war in guter Verfassung. Die erste schwierige Hürde wartete auf ihn mit Jan-Henrik Langhorst (TV Espelkamp) im Viertelfinale. Mit 6:4, 6:7, 7:5 zog er ins Halbfinale ein. Auch für Schinke war Franz Stauder das Ende der Fahnenstange. Gegen den Espelkamper unterlag er glatt mit 2:6, 2:6. Das Spiel um den dritten Platz gewann er nach Aufgabe von Wanja Clauß (TV Espelkamp) am Ende deutlich mit 5:7, 6:0, 3:0.

Die Damenkonkurrenz kränkelte etwas am Fehlen großer Namen. „Es gibt in der Nähe einfach zu wenige Frauen, die auf Turnierniveau spielen“, erklärte Uli Sasse das mit zwölf Starterinnen etwas magere Feld. Zu allem Überfluss musste die Top-Favoritin Lea-Katharina Jacob kurzfristig wegen einer Grippeerkrankung absagen. Damit war der Durchmarsch von Maren Sundermeier nur noch eine Formalität. Sie gewann im Finale glatt gegen Samira Mecherli (Bielefelder TTC). Das Spiel um Platz drei gewann Yvonne Hübler (TV Visbek).

(Neue Westfälische, 14.7.2008)